Über mich:

Hallo zusammen, mein Name ist Thomas Landgraf. Ich wurde 1967 in Hessen geboren und bin meines Zeichens Ingenieur der Elektrotechnik. Bereits während meines Studiums in Kassel und Massachussetts (USA) war ich als Berater in der damals noch sehr jungen IT-Branche tätig und habe mir den Pioniergeist dieser frühen Tage bis heute bewahrt.

1997 gründete ich zusammen mit einer Handvoll Mitstreitern die Micromata Gesellschaft für Netzwerktechnologien, die heute als Micromata GmbH firmiert und deren Geschäftsführer ich seit 1998 bin.

Schon immer war ich von Technik fasziniert. Und das nicht nur, weil sie meinen persönlichen Ehrgeiz provozierte, sondern vor allem, weil sie gesellschaftlichen Fortschritt hervorbringt. Kurzum habe ich diese Passion zur Profession erhoben.

"Manche halten den Unternehmer für einen räudigen Wolf, den man totschlagen müsse; andere meinen, er sei eine Kuh, die man ununterbrochen melken könne; nur wenige sehen in ihm ein Pferd, das den Karren zieht."
Winston Churchill (1874-1965)

Ich für meinen Teil sehe mich weder als Raubtier noch als Nutzvieh. Für mich ist Unternehmensführung die Mischung der besten Eigenschaften von beiden: Mut, Gelassenheit und Ausdauer ;). Und mit der Erfahrung kommt das Merkmal fliegender Raubtiere noch dazu: Weitsicht.

Inspiration USA

Im Jahr 1991 habe ich sechs Monate in Massachusetts verbracht, dem damaligen “Place to be“ für alle, die sich der technischen Revolution durch das Internet verschrieben hatten. Die Pioniere des World Wide Web setzten von hier aus alles daran, diese Revolution entschieden voranzutreiben. Und in der Tat: Schon vier Jahre später sollte die neue Technologie ihren einzigartigen Siegeszug über unseren Globus antreten. Für mich, als Student der Elektrotechnik, war der US-amerikanische Bundesstaat jedoch schon damals ein El Dorado der elektronischen Infrastruktur: Breitbandvernetzung war eine Selbstverständlichkeit und E-Mails die Kommunikationsform Nr. 1. Außerdem lief dort seinerzeit das GNU-Projekt auf vollen Touren, welches sich unter der Ägide Richard Stallmans prächtig entwickelte. Man kann sich vorstellen, wie glücklich ich mich schätzte, sozusagen „live“ dabei sein zu dürfen! Als ich später die Heimreise antrat, hatte ich einen Ausblick auf eine künftig global vernetzte Welt im Gepäck und setzte alles daran, meine IT-Passion nach Abschluss des Studiums schnellstmöglich zum Beruf zu machen.

Online-Wahlen

Das Thema Onlinewahlen ist für mich von ganz besonderer Bedeutung, da ich von Anfang an hier aktiv dabei war: Schon 1996 haben wir eine Onlinewahl für über 60.000 finnische Jugendliche auf die Beine gestellt. Damals waren die Hindernisse vorwiegend technischer Natur: Wie realisiert man eine Onlinewahl auf einem System, welches nur über ein 10tel der Leistung eines heutigen iPhones verfügt? Noch heute sind wir stolz darauf, die technischen Hürden von damals genommen zu haben, denn die Wahl wurde zu einem vollen Erfolg.

Heute liegen die Herausforderungen an Onlinewahlen eher im gesellschaftlichen Bereich: So hängt die generelle Akzeptanz internetbasierter Technologien entscheidend davon ab, ob der Nutzer seine Privatsphäre im Netz ausreichend geschützt sieht. Im Hinblick auf Wahlen und Abstimmungen ist dieser Schutz besonders wichtig, hat eine demokratische Wahl doch auch und vor allem hier unter allen Umständen frei, gleich und geheim zu sein. Die Einhaltung dieser Grundsätze technisch zu ermöglichen, gehört zu den spannendsten Aufgaben in meinem beruflichen Alltag.

Das direkte Resultat dieser Arbeit ist das Onlinewahlsystem POLYAS, durch das ich unter anderem auch dem Projekt Juniorwahlen und der Initiative D21 sehr verbunden bin, die sich beide sehr, zum einen um die Demokratie und zum anderen um den technischen Fortschritt hierzulande, verdient gemacht haben.

Meine Passion Java

1996 faszinierten mich zwei Ansätze bei der Implementierung komplexer Applikationen: John Ousterhouts Idee, einen Interpreter mit kompiliertem Code zu vermischen und James Goslings Vereinfachung des OO-Paradigmas, kombiniert mit dem alten Gedanken, statt Maschinencode P-Code zu erzeugen, dem Wegbereiter der heutigen Java Virtual Machine.
Um dem PC-Hype der frühen 90er zu entgehen, war ich zudem stolzer Besitzer einer Sun- SPARC-Station. Sun Microsystems waren damals auf dem Höhepunkt ihrer Innovationskraft und wir Sun-Anhänger verschlangen begierig jede Technologieskizze, die aus Santa Clara kam.

So bin ich also seit JDK1.0 schon dabei. Wirtschaftlich spannend wurde es allerdings erst im Jahr 2000, als auch die Kunden der Micromata GmbH langsam begannen, Java für sich zu entdecken. Heute ist diese Technologie aus unseren Entwicklungsprozessen nicht mehr wegzudenken.

E-mail: tl at micromata dot de

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